Engelchens Höllenfahrt

Eine Polemik von Rupert Talia

Wenn Sie keine Polemiken mögen, schon gar keine märchenhaft-alptraumartigen, dann sollten Sie jetzt vielleicht nicht weiterlesen. Aus meiner Sicht aber hat die derzeitige deutsche Regierung – mitsamt ihrer nur noch so genannten „Opposition“ – jeden Bogen über das Zerreißen hinaus überspannt. Die Ohnmacht, das nur mit ansehen zu können beziehungsweise sogar zu müssen, verschärft die eigene Sprache. Das ist sicher hilflose, dennoch aber durchaus notwendige Hygiene, da man am fortwährenden Hinunterschlucken des Zorns sonst schlicht zu ersticken droht. Also dann – auf zur Höllenfahrt:

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Entscheidet am Ende der Finanzausschuss?

Am Anfang der Vorstellungsrunde der drei Bewerber um die Trägerschaft einer weiteren Kindertagesstätte in Schwarzenbek stand ein Antrag des grünen Teja Witt im Sozial- und Kulturausschuss, die Beschlussfassung doch bitte erst nach dem entsprechenden Tagesordnungspunkt im nicht-öffentlichen Teil vornehmen zu wollen. Nun war zwar nicht von der Hand zu weisen, dass es durchaus sinnvoll ist, erst nach der vollständigen Debatte zu entscheiden, aber so ganz unlieb war es den Ausschussmitgliedern vermutlich nicht, ihren Beschluss im Verborgenen zu fassen, denn der Besucherandrang war überwältigend, mindestens für eine Ausschussitzung. Die wenigsten Stadtverordnetenversammlungen erfreuen sich eines solchen Interesses und man hat ja immer wieder den Eindruck, dass nicht alle Stadtverordneten sich gerne bei ihrem Reden und Handeln beobachten lassen. Der mit 5 Stimmen gefasste Beschluss, nicht-öffentlich beschließen zu wollen, zeigt aber auch erneut die Problematik der mitunter willkürlich erscheinenden Ansiedlung von Debatten in den nicht-öffentlichen Teil. Die Frage nach den Kriterien hatte zuletzt der Einwohner Matthias Borchelt in der Sitzung vom 17.05.2011 gestellt. Die versprochene Klärung ist – selbstverständlich, möchte man hinzufügen – nicht erfolgt:

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Eurodämmerung (jetzt mit Übersetzung)

Von Rupert Talia

Paul Krugman

01.11.2011 — Nein, der Titel ist nicht von mir, er ist von Paul Krugman. Er schreibt unter diesem sehr deutschen Stichwort heute:

Die Frage, die ich gerade zu beantworten versuche, ist, wie der letzte Akt wohl aussähe. An diesem Punkt würde ich zunächst steigende Preise für Italiens Schulden vermuten, die zu einem gigantischen Banken-Run führen, sowohl wegen der Solvenz-Befürchtungen hinsichtlich italienischer Banken, als auch wegen der Befürchtung, dass Italien am Ende aus der Eurozone austreten könnte. Dieses würde wiederum zu notfallmäßigen Bankenferien führen müssen, und sobald das passiert wohl auch zu der Entscheidung, den Euro fallen zu lassen und eine neue Lira einzuführen. Nächster Halt dieses Endspiels wäre dann Frankreich.

Das klingt alles apokalyptisch und unwirklich. Aber wie soll sich diese Situation sonst lösen? Der einzige Weg, den ich sehe, so etwas zu vermeiden, involviert eine EZB, die ihre bisherige Haltung komplett verändert, und zwar schnell.

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Die Regionalschule ist passé

Schulrätin Lorenzen

Dagmar Lorenzen, die Schulrätin im Kreis Herzogtum Lauenburg, brachte es auf den Punkt: „Die Eltern überlegen jetzt, bei welcher weiterführenden Schule sie ihre Kinder im Frühjahr 2012 anmelden werden. Wenn morgen in der Zeitung steht, der Ausschuss empfehle die Auflösung der Regionalschule, dann entscheiden die Eltern auch entsprechend.“ Sie reagierte dabei auf eine Überlegung des FDP-Mitglieds im Sozial- und Kulturausschuss auf dessen gestriger Sitzung. Bernhard Hildebrandt hatte darüber räsoniert, ob nach dem Wechsel in der Schulleitung des Gymnasiums im Februar 2012 eventuell noch über eine organisatorische Verbindung „Gymnasium mit Regionalschulteil“ nachgedacht werden könne.  Der Empfehlung des Ausschusses zur Auflösung bereits zum nächsten Schuljahr müsse ein baldiger Beschluss und anschließender Antrag des Schulträgers  folgen. Nach der Schulleiterwahl des Gymnasiums neu nachdenken zu wollen, sei aussichtslos.

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Die EZB? Nein!!! Wie bitte? Nein! Nein! NEIN!

Von Rupert Talia

[Vom 26.10.2011] Martin Wolf sagt es. Paul Krugman sagt es. Paul De Grauwe sagt es. George Soros sagt es. William Black sagt es. Wolfgang Münchau sagt es. Barry Eichengreen sagt es. Und viele andere sagen es ebenfalls – unabhängig voneinander und aus ganz unterschiedlichen Standpunkten und Perspektiven: Die Eurozone braucht zum unmittelbaren Überleben die EZB als „Lender of Last Resort“, als letzten Kreditgeber in Zeiten der Not. Punkt. Und sie alle sowie die zahlreichen anderen haben das mehrfach wiederholt und untermauert.

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Kindergarten

Heute findet sich ein Artikel in der Bergedorfer Zeitung über die Schaffung einer weiteren KiTa in Schwarzenbek, der geeignet ist, mehr Verwirrung als Klärung zu stiften. Vom blackbekblog erwarten Sie mit Recht, dass er etwas exakter hinter die Kulissen schaut und umfangreicher informiert. Und wer weiß, vielleicht schaut ja auch der eine oder die andere Kommunalpolitiker/in hinein, um sich zu vergewissern, ob er/sie auch alles richtig verstanden hat. Morgen Abend tagt der Sozial- und Kulturausschuss u.a. zu den Kindertagesstättenangelegenheiten und da kann weitergehende Information ja nicht schaden.

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